13th May2016

Marokko ist eine (Auto-)Reise wert

by Sternenkreuzer

6146 – Das ist die exakte Anzahl an Kilometern, die wir mit unserem Mercedes im April 2016 innerhalb von 11 Tagen zurückgelegt haben. Dabei kamen wir bis nach Marrakesch in Marokko und wieder zurück.

Ausserdem haben wir über 500 Liter “sans plomb” getankt und zwischen 4 und 5 Litern 10W40 nachgekippt. Ansonsten hat uns das 30-jährige Gefährt anstandslos und ohne Mucken durch alle Etappen gebracht. Der Verbrauch lag letztendlich bei rund 8,5 Litern / 100 km.

Marokko, wir kommen

Am 8. April 2016 und 09:00 Uhr ging es los – Klamotten, Pässe, grüne Versicherungskarte inklusive Abdeckung in Marokko, Bargeld, EC- und Kreditkarte, etwas Werkzeug sind bereits am Vorabend im Kofferraum gelandet. Vollgetankt ist ebenfalls, der Tageskilometerzähler zurückgesetzt.

Start – Cap d’Agde – Barcelona – Almeria – Algeciras

Wir hatten für die erste Nacht noch kein Hotel gebucht und waren somit völlig unabhängig und frei zu entscheiden, wo wir übernachten wollen. Eine Stunde von Montpellier entfernt liegt der Ferienort Cap d’Agde, wo wir spontan ein Zimmer nahmen.
Am nächsten morgen ging es weiter in Richtung Barcelona, das wir noch am Vormittag erreichten. So hatten wir bis zum Treffen am Abend genug Zeit uns die Stadt anzusehen: Park Güell, etwas Street-Art, der Strand.
Tag 3 führte uns bis nach Almeria. Eine Fähre hatten wir noch nicht gebucht, wir entschieden aber, am nächsten Morgen bis nach Algeciras zu fahren um dort ein Schiff zu nehmen. Das haben wir auch genau so gemacht – um 13.00 Uhr stand unser Auto im Schiffsbauch und wir warteten auf das Ablegen der Fähre.

Ceuta – Chefchaouen – Ouzoud – Marrakesch – Casablanca – Ceuta

Nach einer guten Stunde – das Zeitgefühl verliert man auf einer solchen Reise sowieso schnell – fuhren wir in den Hafen von Ceuta ein. Ceuta ist immer noch eine spanische Enklave, den Grenzübertritt hatten wir also noch vor uns.
Was man beim Grenzübertritt nach Marokko wissen sollte: Ja, man braucht pro Person einen ausgefüllten weissen Zettel und man braucht den grünen Zettel inklusive Durschläge für das Auto. Es wird einem von jedem geholfen (man wollte uns sogar schon anquatschen, kaum hatten wir das Hafengelände verlassen) – natürlich halten die Leute hinterher die Hand auf. Beide Zettel müssen mit Pässen bzw. Fahrzeugausweis in verschiedenen Kabinen abgestempelt. Man weiss natürlich nicht welche, es ist nichts angeschrieben.
Irgendwann hatten wir es dann geschafft und fuhren auf marokkanischem Erdboden. Tip: Besser schon Dirham für die Autobahnmaut bereit haben. Ein Euro-Schein geht notfalls auch, aber man wird ja noch genug abgezockt in Marokko.

Bis Tetouan gibt es eine Autobahn, danach gibt es bis zur “Blue Pearl” Chefchaouen nur noch Überlandstrassen. Autobahnen dürfen in Marokko mit 120 km/h befahren werden, innerorts gilt 40 km/h und ausserorts je nach Strasse entweder 60 oder 80 km/h.
Chefchauoen liegt erhöht in den Bergen und ist bekannt für ihre blau angemalten Gebäude. Unser Hotel konnten wir selbst nicht finden und nahmen uns daher einen Jungen als Guide mit, der uns zu einem Hotel führte, das man tatsächlich nicht mit dem Auto erreichen konnte. Abends trafen wir uns in der Medina und stellten fest, dass abends noch der grösste Trubel herrscht. So konnten wir noch spät eine marokkanische Sim-Karte erwerben – eine der besten Entscheidungen.

Für die nächste Nacht hatten wir noch kein Hotel gebucht und so waren wir absolut flexibel. Wir liessen Fes links liegen, fuhren an Meknes vorbei, durchkreuzten bei Sonnenuntergang Beni Mellal und erreichten nach 22.00 Uhr unser kleines Hotel in Ouzoud, das wir unterwegs (ha, wir sind ja online!) gebucht hatten.
Bis wir aber dieses Hotel erreicht hatten, haben wir diese Erfahrungen gemacht:
– In Beni Mellal sind die Hauptstrassen modern beleuchtet, das ist uns zum ersten Mal in einer Stadt aufgefallen. Als wir durch die Hauptstrassen fuhren, gab es an den Ständen am Strassenrand gegrilltes Fleisch, dessen Geruch allein schon hungrig machte.
– Der Weg nach Ouzoud führte uns über einen Berg, dessen Strassen (bzw. Weg) zum grossen Teil keinen Strassenbelag hatte. Zu der Zeit war es schon stockfinster und die Strecke war natürlich nicht beleuchtet. Absolut spannend!
– Unser Hotel in Ouzoud war das Riad Dar Ouzoud – die Herbergsmutter hat uns sogar spätabends noch ein Not-Essen gezaubert – sehr nett!

Da wir am nächsten Tag nicht mehr viel Strecke bis nach Marrakesch zu absolvieren hatten, nahmen wir uns fast den ganzen Vormittag Zeit um die Wasserfälle – die schönsten in ganz Marokko – zu besichtigen. Natürlich mit persönlichem Tour-Guide.

In Marrakesch angekommen, mussten wir uns erst einmal an diesen hektischen Verkehr gewöhnen. Vermutlich sind die Touristen dort am gefährlichsten. (Davon abgesehen, dass die meisten Touristen wohl nicht mit dem Auto nach Marrakesch fahren.) Überall Motorroller, Taxis, LKWs, Fussgänger. Sobald die Ampel auf grün schaltet, wird gehupt, dann gefahren.
Unser Hotel war innerhalb der Medina und nicht direkt mit dem Auto zu erreichen. Also mal wieder nur mit Tourguide zu finden…
Der Besuch des Djemma el Fna, der Hauptmarkt, ist natürlich Pflicht. Was wir ebenfalls nicht ausliessen: das Ledergerber-Viertel in der Medina, Kamelreiten, Jardin Majorelle.

In Casablanca war schon etwas mehr Wohlstand sichtbar. Wir trafen uns abends im Restaurant La Sqala, ein paar Meter von Ricks Cafe entfernt und genossen ein feines Essen. Zwischen Marrakesch und Casablanca gibt es auch wieder eine Autobahn.

Am nächsten morgen starteten wir früh von Casablanca aus, fuhren an der Hauptstadt Marokkos, Rabat, vorbei und erreichten kurz nach Mittag Ceuta. Dort konnten wir noch knapp auf eine Fähre und waren schnell wieder in Europa. Nachdem wir in Malaga kein passendes Hotel gefunden haben, übernachteten wir in Granada.

Was uns generell in Marokko aufgefallen ist:
– Jeder hilft und jeder erwartet Bakschisch.
– Polizeikontrollen kommen sehr häufig vor. Wir wurden immer freundlich durchgewunken.

Marokkanisches Dorf

Weisse Häuser in Marokko.

Bergiges Marokko

Immer wieder bergig.

 

Fotopause

Ein kurzer Halt fürs Fotoalbum.

 

Pause nach Polizeikontrolle

Saftiges Grün gibt’s auch in Marokko – vor allem im Norden. Je weiter südlicher man kommt, desto trockener wird es.

 

Alles blau in Chefchaouen.

Alles blau in Chefchaouen.

 

Ohne Einheimischen-Hilfe hätten wir unser Hotel niemals gefunden.

Ohne Einheimischen-Hilfe hätten wir unser Hotel niemals gefunden.

 

Die vielen kräftigen Farben sind typisch für Marokko und auch Marrakesch.

Die vielen kräftigen Farben sind typisch für Marokko und auch Marrakesch.

 

Marrakeschs Farben

Bunte Ware in Marrakesch.

 

Das Fleisch hängt meistens an der frischen Luft, den Minztee gibt es immer und überall.

Das Fleisch hängt meistens an der frischen Luft, den Minztee gibt es immer und überall.

 

Der Hauptmarkt und das Zentrum von Marrakesch: der Djeema el Fna. Hier herrscht Trubel und hier finden sich zahllose Touristen und Einheimische, die letztere erleichtern wollen.

Der Hauptmarkt und das Zentrum von Marrakesch: der Djeema el Fna. Hier herrscht Trubel und hier finden sich zahllose Touristen und Einheimische, die letztere erleichtern wollen.

 

Neben Schlangebeschwörern gibt es auf dem Hauptmarkt in Marrakesch auch Geschichtenerzähler, Wasserträger, Tänzer...

Neben Schlangebeschwörern gibt es auf dem Hauptmarkt in Marrakesch auch Geschichtenerzähler, Wasserträger, Tänzer…

 

Bei den vielen alten W123, die da unten noch herumfahren, bekommt man den Eindruck, es sei in Deutschland nie einer verschrottet worden. 123er gibt es am meisten, 124er und 201er gibt es sehr viele. In den Städten kommen noch viele Dacia Lodgy, Sandero und Dokker hinzu.

Bei den vielen alten W123, die da unten noch herumfahren, bekommt man den Eindruck, es sei in Deutschland nie einer verschrottet worden. 123er gibt es am meisten, 124er und 201er gibt es sehr viele. In den Städten kommen noch viele Dacia Lodgy, Sandero und Dokker hinzu.

 

Eine häufige Erscheinung, so ein Mercedes-Kleintransporter. Die allermeisten (auch andere Mercedes-Modelle übrigens) haben zusätzliche Mercedes-Logo-Aufkleber auf dem Heck.

Eine häufige Erscheinung, so ein Mercedes-Kleintransporter. Die allermeisten (auch andere Mercedes-Modelle übrigens) haben zusätzliche Mercedes-Logo-Aufkleber auf dem Heck.

 

Es war heiss, es musste erst einmal gelüftet werden. Für einen Ritt stiegen wir von Pferdestärke auf Kamelstärke um.

Es war heiss, es musste erst einmal gelüftet werden. Für einen Ritt stiegen wir von Pferdestärke auf Kamelstärke um.

 

Sonnenuntergang in Afrika.

Sonnenuntergang in Afrika.

 

Granada – Valencia – Heimat

Am nächsten Tag hatten wir so etwas mehr Zeit, die Stadt und dessen Zentrum bei Regen zu erleben. Danach fuhren wir nach Valencia, wo wir den letzten Abend mit der Gruppe verbrachten. Am Tag danach nahmen wir die gesamte Strecke, ca. 1400 km, unter die Räder und kamen wohlbehalten nach 11 intensiven Tagen wieder zu Hause an.

Gesamtstrecke: 6146 km.

Nach Marokko wollen wir auf jeden Fall mal wieder.

 

Sonnenuntergang hinter Rallyeauto

Mit dem Auto nach Marokko – warum nicht?

 

Unsere Reiseroute

Unsere Reiseroute

 

Zur Dart 4000 Low-Budget Youngtimer-Rallye: www.dart4000.com

20th May2015

Eine Reise durch den Balkan

by Sternenkreuzer

Es heisst, in Albanien seien 70% der Fahrzeuge auf den Strassen Mercedes-Fahrzeuge. Das stimmt nicht ganz.

Bei der Teilnahme an der Dart 4000-Rallye durch den Balkan konnten wir einige der verschiedenen Länder besuchen und einen Eindruck von den Ländern bekommen. Eins vorweg: Es war sensationell! Das beste Auto für diese Reise ist natürlich ein Mercedes.

Bevor ich zu einigen mitgebrachten Bildern – vor allem aus Albanien – komme, zuerst noch ein Überblick über unsere Route.


Größere Kartenansicht
(Hinweis: Es ist bekannt, dass die Route hier leider nicht immer ganz korrekt angezeigt wird.)

Wir hatten 10 Tage Zeit um insgesamt 4800 km zu fahren. Hier eine Übersicht der Tagesetappen.
Etappe 1: Pfäffikon SZ – Koper
Etappe 2: Koper – Split
Etappe 3: Split – Kotor
Etappe 4: Kotor – Shkoder – Durres
Etappe 5: Durres – Sarande
Etappe 6: Sarande – Vikos-Schlucht – Meteora-Klöster – Kastoria
Etappe 7: Kastoria – Skopje – Nis
Etappe 8: Nis – Novi Sad
Etappe 9: Novi Sad – Villach
Etappe 10: Villach – Heimat

So sah unsere tatsächliche Route aus, per GPS-Logger aufgenommen.

Dart 4000 Rallye Route

Vor dem Start Anfang April erhielt unser Mercedes 190E eine entsprechende dezente Rallye-Optik.

Was auf unserer Reise als erstes überrascht hat war die Fortschrittlichtkeit Sloweniens: Beleuchtete Fussgängerstreifen, Ampel-Countdowns und “streng geführte” Doppelspur-Kreisverkehre kenne ich aus dem deutschsprachigen Raum in dieser Art nicht. Leider war die Maut Sloweniens mit die teuerste: 30 Euro für einen Monat mussten es sein, da wir sonst zwei mal die 7-Tages-Vignette für 15 Euro hätten kaufen müssen.

In Kroatien haben wir Split und Dubrovnik besucht – da lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch. Sehr schöne Städte. Neu für uns: die unglaublich hohe Anzahl an Katzen. In Slit sahen wir sie im Pizzaladen und auf Müllsäcken, in Dubrovnik scheinen sie einerseites gefüttert zu werden, zum anderen werden sie aber nicht von jedem gemocht.

Im Nationalpark Plitvicer Seen waren wir nur sehr kurz und konnten einen schnellen Eindruck einiger Wasserfälle gewinnen. Ein schönes Naturschauspiel! Leider war das Wetter nicht so, wie man es sich für einen grossen Roadtrip gewünscht hätte. Daher haben wir rasch das nächste Restaurant gesucht, wo uns unter anderem leckere Cevapcici serviert wurden.

In Split ist vor allem der Dioklethianpalast sowie die direkt daneben befindliche Flaniermeile Riva zu erwähnen. Fast ein bisschen schwierig wird’s, wenn man etwas anderes als Fisch essen möchte – Fisch wird überall zubereitet. Auf der Suche nach unserer Übernachtungsstätte hat uns ein kroatischer 190er-Fahrer versucht, unseren fahrerseitigen Spiegel abzufahren – glücklicherweise ist da eine Feder drin und der Spiegel stand nach dem lauten Treffer wieder in Ursprungsposition. Spiegel-High-Five!

Nach der Abreise aus Split besuchten wir gegen Mittag die Hafenstadt Dubrovnik. Ebenfalls an diesem Tag: Schnee! Beim Eintritt in Montenegro erlebten wir den sympathischsten Grenzübergang von allen. Der Beamte freute sich an unseren Autos und fragte nach Team-Namen, um uns die Position laut Homepage-Ranking mitzuteilen.

Kotor war sehr nett, der Besuch eines Restaurants mit 15 Leuten blieb in guter Erinnerung.

In Albanien angekommen überraschte uns der viele Müll: überall, auch an Flussufern, Strassenrändern und Hügeln wird der Müll entsorgt. Leute, die am Strassenrand warten, wenig Perspektive. Öffentliche Verkehrsmittel scheinbar nicht vorhanden, ebensowenig Ampeln. Der Besuch in einem Kinderheim von Shkoder war sehr interessant und liess uns schätzen, was wir zu Hause haben. Anschliessend der Besuch der “Zvicra Bar”, die Bar eines Schweizers. Wir konnten uns an einem feinen Apero stärken. Dass die Strasse südlich von Berat nicht befahrbar ist, können wir mittlerweile auch bestätigen. Nach der Stärkung ging es Richtung Durres.
Von Dort besuchten wir auf dem Weg nach Sarande Berat, die Stadt der 1000 Fenster. Den zweiten Titel trägt die 4000 Jahre alte Stadt aufgrund ihrer grossen, weissen Fensterfront.
Da wir es nicht lassen konnten, schlugen wir doch die Strasse südlich von Berat ein. Für das Navi kein Problem, aber was uns dann tatsächlich unter die Räder kam, war irgendwann dann doch keine Strasse mehr. Zwei bis drei Stunden kraxelten wir auf einem Bergpfad, übersät mit Schlaglöchern, herum. Irgendwann erreichten wir ein Haus und hielten kurz an – darauf hin kam auch schon ein Einheimischer auf uns zu. Auf französisch konnten wir uns verständigen und er empfahl uns, umzukehren.

Das haben wir erst mal nicht gemacht, sondern sind noch ein paar wenige hundert Meter weiter gefahren, um dann erneut zum Umkehren bewegt zu werden. Weil es teilweise schon etwas rutschig wurde und der zu befahrende Untergrund eher einem Trampelpfad glich, haben wir dann wirklich umgekehrt. Auf dem Rückweg nahmen wir den ersten Einheimischen und seinen Kollegen mit nach Berat runter. Diese Bergtour hat uns die Kat-Abdeckung gekostet – und ausser einem starken Quietschen der Lenkung sind wir aber sonst

heil wieder runtergekommen.

In Sarande besuchten wir die Karstquelle “Blaues Auge” – eine Quelle, aus der sauberes, klares Wasser nach oben steigt. Sehr schön!
Kurze Zeit später erreichten wir schon die griechische Grenze. Hier haben wir im Vergleich zu allen anderen Grenzübergängen die meiste Zeit verbracht. Längere Schlangen und ebenso längere Wartezeiten. Auf der griechischen Seite fiel eines sofort auf: die guten Strassen. Die Fahrt war super, hatte nur eine negative Sache: unser Mercedes schien auf der Autobahn nicht richtig atmen zu können. Stottern im fünften und vierten Gang, also im dritten und 80km/h gefahren. (Vielleicht Falschluft?) Bei tieferen Lagen traten die Probleme nicht mehr auf und wir erreichten die Vikos-Schlucht. Diese ist insofern beeindruckend, weil sie mit ihrem Verhältnis von Tiefe zu Breite im Guiness Buch der Rekorde steht.
Nach einem Mittagessen ging es weiter zu den Meteora-Klöstern. Die Meteora-Klöster lohnen sich zu besichtigen. Es handelt sich dabei um Klöster, die auf riesigen Felsen errichtet wurden. Mittlerweile kann man einige mit dem Auto erreichen – aber früher gab es diese Strassen natürlich noch nicht und man tätigte Besuche mit einer Leiter oder einem Lift. Bei unserer Ankunft waren die Klöster bereits geschlossen, sodass wir das Gebäude von innen nicht mehr sehen konnten. Eindrucksvoll war es aber allemal.

Die Fahrt ging anschliessend weiter nach Kastoria, wo wir übernachtet haben. Kastoria ist ein kleines Städtchen am Kastoria-See und war früher bekannt für ihren Pelzhandel und Pelzverarbeitung.
Das war auch schon unser Besuch in Griechenland, am nächsten Tag ging es nach Mazedonien. Skopje lag auf unserer Route, der Tag endete in Nis. Dort hatten wir eine sensationell günstige Unterkunft (22 Euro) sowie einen sicheren, abgeschlossenen Parkplatz.
Die vorletzte Übernachtung tätigten wir in Novi Sad, wo sicher die Festung Petrovaradin als sehenswürdiges Highlight gilt.

 

 

Zvicra-Bar

Die Zvicra-Bar eines ausgewanderten Schweizers haben wir in Shkoder besucht – super!

Ziegen

Solch eine Herde Ziegen und Schafe kann einem überall im Balkan, vor allem in Albanien begegnen. Kleinere Gruppen von Kühen sind ebenfalls keine Seltenheit.

Wetter

Leider sind wir die halbe Reise über mit dem schlechten Wetter gefahren. Teilweise karge Landschaften auf dem Weg nach Griechenland.

Waldstrassen

Sehr abwechslungsreiche Strassen, hier: kurvige Waldstrasse mit etwas übrig gebliebenem Schnee garniert. Lecker!

W123

Dieser W123 in schöner Farbe wurde von einem älteren Paar gelenkt. Er ist noch in weit besserer optischer Verfassung als die meisten Mercedes etwas nördlicher in Albanien waren.

W123 moosgrün

Einer der vielen W123, dieses mal in moosgrün. Auch die neueren Mercedes aus den 80ern hatten oftmals entsprechende Farben. Der W201 war öfter als Vormopf zu sehen. Dennoch machen Mercedes natürlich keine 70% des albanischen Fahrzeugbestandes aus – wenn auch der Anteil relativ hoch ist.

Von Porsche verfolgt

Porsche 924 nimmt die Verfolgung auf – bergige Strassen in Südosteuropa.

Vikos-Schlucht

Die Vikos-Schlucht im Norden Griechenlands steht im Guiness Buch der Rekorde. Das Verhältnis zwischen Höhe und Breite ist ein Rekord und einfach beeindruckend zu sehen.

Ura e Mesit

Ura e Mesit, eine alte Brücke bei Shkoder, Albanien.

Taxi

Eine Aufgabe während der Rallye war es, sein Gefährt als Checker Cab zu verkleiden. Wenn das mal nicht gelungen ist?

Super bleifrei

Super bleifrei – neben deutschen Tanksäulen fanden sich in Albanien auch häufig LKW mit deutscher Beschriftung. Shitet ist kein Schimpfwort, sondern heisst: zu verkaufen.

Sonnenuntergang unterwegs

Sonnenuntergang unterwegs – auf die Stimmung kommt’s an!

Sonnenuntergang in Albanien

Sonnenuntergang in Albanien, irgendwo auf dem Weg von Durres nach Sarande. Das erste mal schönes Wetter!

Pferdefuhrwerk

Eines von vielen Pferdefuhrwerken.

Meteora-Klöster

Sehr beeindrucken: Die Meteora-Klöster in Griechenland. Hier wurden Klöster auf sehr steil stehende “Berge” gebaut.

Mercedes bei Meteora-Kloster

Mercedes bei Meteora-Kloster. Einige der Klöster kann man besuchen und heutzutage sogar gemütlich mit dem Auto erreichen.

LKW-Panne

Bei vielen Schlaglöchern und kaputten bzw. vor lauter Löcher fast nicht mehr auffindbarer Strassen werden Fahrzeuge besonders stark belastet.

Hund im Nebel

Strassenhunde gibt es sehr viele – und sie scheuen sich nicht, mitten auf der Strasse zu stehen oder langsam über die Strasse zu trotten. Leider sieht man an Schnellstrassen auch dementsprechend viele leblose Hunde. Hier grüsst uns einer im Nebel.

Guter Stern

Ihr guter Stern auf allen Wegen – über die Qualität und den Komfort eines Mercedes-Fahrzeugs liess sich nichts schlechtes sagen. Selbst an die bereits durchgesessenen Vormopf-Sitze haben wir uns gewöhnt.

Grosses Schiff in Koper

Grosses Schiff in Koper, Slowenien. Da war der Benz noch fast sauber.

Fussballplatz

Ein Fussballplatz aus Matsch. Gefunden auf dem Weg von Berat südlich nach Durres – nicht die befahrbare Umfahrung, sondern über den unwegsamen Bergpfad. Spielt hier noch jemand? Schliesslich war kaum ein Häuschen in der Nähe.

Bergstrassen bei Nebel

Bergstrassen bei Nebel, südlich von Berat, Albanien.

Bergfahrt

Macht doch einen guten Eindruck, diese Bergstrasse? Es blieb nicht so. Ein Versuch von Berat südlich über die Berge nach Durres zu fahren war gescheitert. Aber wir wollten’s ja selbst wissen. Immerhin auf dem Rückweg für zwei Albaner Taxi gespielt. Kosten: ab und zu mal zu fest aufgesetzt, die Kat-Abdeckung abgeraffelt. Das Quietschen der Lenkung hört sich auch nicht mehr gesund an. Sind aber wohlbehalten wieder nach Hause gekommen. 🙂

Berat

Berat – die Stadt der tausend Fenster. Im Hintergrund die namensgebende Sehenswürdigkeit.

22nd Oct2014

Nach 26 Jahren wieder zurück: Günther Holtorf mit Otto

by Sternenkreuzer

Otto im Staub

Günther Holtorf (77 Jahre) hat es geschafft. 897.000 Kilometer ist er mit seiner G-Klasse Otto um die Welt gereist – in 215 Länder, um genauer zu sein. 26 Jahre haben sie sich Zeit genommen, die Welt wirklich tief zu erkunden – seit 1988 sind die beiden (bis 2010 mit Frau Christine zu dritt) unterwegs gewesen. (Bereits hier berichtet.)

Otto steht jetzt (seit 21. Oktober 2014) im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart – bis zur Tour durch Europa, nach der er endgültig im Museum seinen Platz finden wird.

Otto vor dem Mercedes-Museum

Video-Quelle: Mercedes-Benz TV
Bild-Quelle und mehr Details: blog.mercedes-benz-passion.com

27th Jul2012

Seit 23 Jahren unterwegs: Günther Holtorf mit seiner G-Klasse

by Sternenkreuzer

Wer träumt nicht davon: Offene Strasse, kein Stress, keine Hektik – Freiheit. Diesen Traum hat sich Günther Holtorf und seine Frau 1989 erfüllt. Mit ihrer G-Klasse bereisten sie 18 Monate lang Afrika. Aber die Reise war nach 18 Monaten doch noch nicht zu Ende: Sie beschlossen, weiter zu fahren. Immer weiter. Günthers Frau verstarb 2010, 21 Jahre nach Antritt der Reise. Auf ihren Wunsch hin fährt Günther immer noch. Und so dauert dieser Road trip schon seit dem Mauerfall an – 23 Jahre.

Der fahrbare Untersatz ist seit 1989 derselbe: Ein Mercedes-Benz 300GD  mit 3.0-Liter-Diesel und 85 PS. Nicht schnell, aber unglaublich stark. Im Wagen hat der Abenteurer alles untergebracht, was er zum Leben braucht. Auch das Dach ist voll beladen, das Auto hat mit geschätzten 3,3 Tonnen Gesamtgewicht ständiges Übergewicht. Und doch hält die G-Klasse bereits seit 800.000 Kilometern, die in 200 Ländern gefahren wurden. Wenn in einem Land die Strassen aufhörten, liess er seinen Otto – so nennt er seine G-Klasse – verschiffen und fuhr woanders weiter. Von Alaska über Afrika nach Nordkorea: Günther war mit seinem zuverlässigen fahrbaren Untersatz schon fast überall auf der ganzen Welt.

Der Kilometer-Zähler ist fünfstellig – immer wenn Günther die nächsten 100.000 Kilometer hinter sich hat, fährt er einen Mercedes-Händler in Europa an und lässt sich die hinzugefügte erste Ziffer manuell ändern.

Der 74-Jährige dokumentierte seine Reise fotografisch mit zwei Leica-Kameras. Er kennt kein Internet, das heisst er hat kein Facebook, kein Twitter, keinen Blog. Die Welt erfuhr erst durch den Fotografen David Lemke in Vietnam von seiner Reise. Nächstes Jahr soll diese zu Ende gehen und die G-Klasse in Mercedes-Benz Museum in Stuttgart ausgestellt werden.

(Bild-)Quellen: autoblog.com, digitaltrends.com, bbc.co.uk, core77.com, Günther Holtorf

Update Oktober 2014:
Günther und Christine Holtorf haben ihre Reise beendet. Die G-Klasse Otto ist im Mercedes-Museum eingetroffen.